Es war im November

vor jetzt 6 Jahren, als ich einem wunderschönen hellblau pastellfarbenem Bild begegnete, das aus einer Gipswunde blutete, ganz leise und schlicht, aber wahnsinnig wirkungsvoll. Genau dieses blaue Bild wurde meine Brücke und Einstieg in die Malerei. Vom Schwierigkeitsgrad nicht zu weit entfernt, als dass ich etwas Vergleichbares nicht selbst malen könnte, so dachte ich. Für mich war das der Einstieg in die @Malerei, die mich seitdem durchs Leben führt und den Ton angibt.

Malen heißt immer wieder Abschied zu nehmen von Teilen Deines gemalten Bildes, um es weiterzuentwickeln, Schicht für Schicht. Beim Malen mit Acryl Farbe entsteht die Tiefe im Bild unter anderem durch die zahllosen Farbschichten deckend oder lasierend. Immer wieder bist Du aufgefordert Dich zu entscheiden welchen Schwerpunkt Du in Deinem Bild setzt, was Du an Spuren hinterlässt und welche Teile Du mit einer neuen Farbschicht versiehst.

Malen heißt an seine Grenzen zu stoßen und diese zu überwinden. Wenn Du Dich verkrampfst und unbedingt etwas Tolles zaubern möchtest, entziehen sich die Bilder. Bilder, die in diesem Zustand entstehen sind plakativ, gewollt und häufig wenig kunstfertig. Neu zu beginnen auf Basis des bereits Entstandenen, mutig weiterzumachen mit freiem Kopf bringt interessantere und spannungsreichere Bilder hervor.

Malen heißt immer wieder zu agieren und zu reagieren, sich zu hinterfragen und zu fragen, was Dein Bild braucht.

Malen ist Leidenschaft. Während des Malens vergisst Du die Zeit und verschmilzt mit Deinem Bild im Schaffensprozess. Malen weckt große Emotionen, Gefühle des größten Glücks, aber auch der Wut, wenn Du an Deine Grenzen stößt, der Trauer, wenn Du Dich von lieb gewonnenen Teilen Deines Bildes verabschiedest, der Neugier, wenn Du siehst was Unglaubliches durch Deine Hand entstehen kann, wenn Du „Deine Gedanken von dem wie das Bild sein sollte, loslässt“.

Seit ich in die Malerei eingestiegen bin, fühle ich mich erfüllter und belebter, bin mir selbst so viel näher. Ich spüre mich und meine Emotionen und kann mir und anderen mutig Grenzen setzen. Meine Energie in den Bildern ist für den Betrachter spürbar. Das Ergebnis meines Einsatzes ist sichtbar, ich hinterlasse Spuren. Ein gutes Gefühl verglichen mit so vielen anderen Tätigkeiten, die wir täglich verrichten ohne die Früchte unserer Arbeit zu sehen.

Es war der Juli

vor jetzt 2 Jahren, als ich mit meinem Rechtsteam ein Training zum @Design Thinking bei @unternehmertum in München besuchte. Mein Anliegen war es mehr Verständnis für andere Abteilungen und deren Anfragen im eigenen Team zu schaffen und hierdurch eine höhere Kundenfreundlichkeit einerseits und Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit andererseits zu schaffen. Das Design Thinking ist einfach ein großartiges Instrument und hilft dabei eigene Denkblockaden zu überwinden, indem es eine Struktur schafft, mit der „jegliche Fragstellung“ zu einer Lösung gebracht werden kann, also auch Rechtliche Fragestellungen. @Empathie ist dabei nur eines der Zauberworte.

Daneben lernten wir die Lehre vom „fixed and @growth mindset“ der Entwicklungspsychologin Prof. Carol Dweck kennen. Danach haben Menschen ein statisches und/oder ein dynamisches Selbstbild. Ein dynamisches Selbstbild haben z.B. Menschen, die sich gerne herausfordern (das immer schwerer werdende Puzzle) oder Menschen, die Fehler als eine Chance zu wachsen sehen und sich durch Kritik nicht in ihren Grundfesten erschüttern lassen, sondern diese als Möglichkeit begreifen die Weichen nochmal neu zu stellen. Wir alle haben diese statischen Anteile durch Erziehung, Prägung, Glaubensätze. Dort, wo wir unser statisches Selbstbild erkennen können wir mit ihm ins Gespräch kommen, ihm einen Namen geben, es integrieren und zur Kenntnis nehmen, dann aber bewusst entscheiden weiterzugehen, über uns selbst hinaus.

Für mich wirkt diese Lehre vom fixed and growth mindset wie der Zauberschlüssel zur Befreiung des eigenen „vielfach begrenzenden Denkens“.

Es war der Spätherbst 2020

ich lief mit unserer wunderbar frechen Labradorhündin Emma wie jeden Tag über Wiesen und Felder, als die Idee reifte meine Erkenntnisse zum Thema „wie wir Lernen“, „Umgang mit Veränderungen“, „Prozesstrukturierung“ und „Mindset“ mit der „Malerei“ zu verbinden und diese neu gewonnenen Erkenntnisse damit unmittelbar und dauerhaft zu verankern. Und nicht nur das, sondern auch gleichzeitig „malen zu lernen“. Wenn ich auf meine 6 Jahre zurückblicke, in denen ich nun male und sehr viele Kurse und „Malstudiengänge“ besucht habe, um meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln, gab es nur sehr wenige Lehrer, die ihr Wissen überhaupt geteilt haben und dann noch die entsprechenden didaktischen Fähigkeiten mitbrachten.

Das ist die Geschichte von BETTER by ART dem neuartigen Persönlichkeitsentwicklungsprogramm mit Pinsel und Farbe. 

Heute sprechen und malen die TeilnehmerInnen des „Silver“ Programms (UnternehmerInnen, Selbständige, Führungskräfte) nachdem wir die Themen „Mindset“ und „Sehen lernen“ mit Linienstudien behandelt haben, zum 4. Mal dieses Mal zum Thema „Komfortzone und wie wir uns daraus befreien“.

Die Hausaufgabe zum Thema „Linien“ und eine „Collage“ hat unglaublich tolle Bildergebnisse hervorgebracht und das obwohl mindestens 2/3 der TeilnehmerInnen sich zu Anfang des Kurses sicher waren „nicht malen zu können“.

Letztes Mal haben wir in der Gruppe „die ersten Erfolge der einzelnen TeilnehmerInnen“ gefeiert. Jede erzählte ihre Erfolgsstory der letzten Zeit.

Mehr #klarheit #fokus #selbstvertrauen #mut #erfüllung #selbstwert

Damit wird mein Traum wahr Menschen ihren Traum von gedanklicher und persönlicher Freiheit zu erfüllen.

Ich danke allen, die daran beteiligt sind BETTER by ART zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

Die Termine für die NEUE „Silver“ Gruppe stehen bereits. Ab 10. Juni startet die 2. Gruppe.

Eure Anne Claire

P.S. Das Foto zeigt das Bild einer Kursteilnehmerin, das nach der 3. Einheit Better by Art entstanden ist